Sep
Ruf spielte eine tragende Rolle beim Aufbau der modernen Architektur in
Deutschland und Europa. Seine Eleganz und sein Stil brachten
ihm weltweit hohe Anerkennung. Auf den folgenden Seiten wird sein Leben und
sein Werk chronologisch erzählt.
Die Arbeiten
zeigen eine unwandelbare Klarheit. Sein Wesen eröffnet sich in den Bauten und in den Erinnerungen der Menschen,
die ihn gekannt haben als Architekt, hochkonzentriert, mit hohem Gespür
für Maß und Schönheit, als Mensch bodenständig, großzügig, ein Grand
Seigneur und für seine Familie liebevoll, immer da, ein großartiger
Lebenslehrer.
Sein Leben und sein Werk sind zeitlos.
Notburga und Elisabeth Ruf
18. November 2011 |
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Letzte Austellungen:
Begreifbare Baukunst - Die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur Museum August Kestner 30159 Hannover
Trammplatz 3 Laufzeit: 13. Oktober 2011 bis 08. Januar 2012 Türgriffe und -knäufe u.a. von Walter Gropius, Le Corbusier und Sep Ruf
www.fakultaet3.fh-hannover.de/studium/bachelor/innenarchitektur/messe-ausstellungen/index.html
http://www.kulturkurier.de/newsletter_last_752.html
"Sep Ruf (1908-1982) Moderne und Tradition" und "Wie die Quadrate auf den Uniplatz kamen - Sep Ruf in Fulda"
Vonderau Museum, Fulda, Deutschland 16.Juni 2011 bis 25.September 2011
Eröffnung: 15.Juni 2011 18.00 Uhr
http://www.kultur-fulda.de/vonderau-museum/sonderausstellung/rueckblick/index.php#0 |
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| Sehr bekannt wurde Sep Ruf als Architekt des Wohn- und Empfangsgebäudes des
Bundeskanzlers in Bonn, dem sogenannten Kanzlerbungalow, für Bundeskanzler Ludwig Erhard und auch für den
Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel, den er mit Egon
Eiermann realisierte. |
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| Weltausstellung Brüssel 1958 |
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| Nach dem
Krieg war Sep Ruf einer der Planer und Aufbauer der neuen Bundesrepublick Deutschland (BRD). Er baute in Bonn für die HICOG, ein Teil der Anlage wurde zur Botschaft der Vereinigten Staaten in Bonn. Zudem war er einer der drei Architekten, die strenggeheim die Planung des Aufbaus des Regierungsviertels der jungen Bundeshauptstadt Bonn entwarfen und ausführten. Neben dem berühmten Kanzlerbungalow errichtete er viele
der Ministerien für die neue Hauptstadt der BRD, die heute noch genutzt werden. |
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| Kanzlerbungalow, Bonn |
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| Als Professor an den Akademien der Bildenden Künste
in Nürnberg und München war Sep Ruf ein geliebter und engagierter Lehrer. Zudem war er Gründungsmitglied der Akademie der Bildenden Künste in Berlin (West). In Berlin baute er auf der Interbau 57 zwei Wohnhäuser. Er erarbeitete u.a. Bebauungspläne für die Städte Nürnberg, München, Bonn, Fulda und das
Tegernseer Tal. Viele bekannte Bauten in Bayern, in Deutschland, in Belgien, aber auch in Italien, in Österreich und in der Schweiz tragen
seine Handschrift. |
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| Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg |
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| In München errichtete Sep Ruf mit Theo Papst die
elegante Neue Maxburg, er entwarf die berühmte Rundkirche St. Johann von Capistran, baute nach dem Krieg die Christkönikirche wieder auf, errichtete die Zwölf Apostel Kirche und in Fulda die Seminarkapelle. Er plante und realisierte die Bauten des Tucherparks für die Bayerische Vereinsbank, IBM und baute zudem das Hilton Park Hotel. |
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| Die Neue Maxburg, München |
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| Christkönigkirche, München |
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St. Johann von Capistran, München |
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| Seminarkapelle Fulda |
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| Der Tucherpark, München |
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| Mit 23 Stockwerken und 82 Meter Höhe errichtete er 1960-1966 mit dem Verwaltungsgebäude für die BHG Bank, der Berliner-Handels-Gesellschaft, das damals höchste Hochhaus in der zukünftigen Finanzmetropole Frankfurt am Main. Alle seine Bauten zeigen einen eigenen Charakter, so wie eine der ersten Banken, die in Deutschland wiederaufgebaut wurden: Die Bayerische Staatsbank in Nürnberg. |
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| Bayerische Staatsbank Nürnberg |
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| Zentrale der Bank BHG Berliner Handels-Gesellschaft, Frankfurt am Main |
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| Sep Ruf baute nach dem Krieg die Anlage des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg in Zusammenarbeit mit Harald Roth wieder auf und erweiterte sie über den Zeitraum von 25 Jahren hindurch mit neuen Museumsbauten. Er errichtete in München die Halle für Luft- und
Raumfahrt des Deutschen Museums und am Tegernsee das Gulbransson Museum für seinen Freund, den berühmten Grafiker und Maler Prof. Olaf Gulbransson. |
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| Olaf Gulbransson-Museum, Tegernsee |
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| Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg |
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| Für sein eigenes Atelier in Grünwald fand er eine eigene Form des architektonisch künstlerischen Ausdrucks. Der Bau, ein glänzendes Flachdachgebäude, weist viele seiner persönlichen Züge auf. Offenheit und geborgene Zurückgezogenheit, Heiterkeit und Konzentration, Freiheit und Bodenhaftung. |
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| Atelier Sep Ruf Grünwald |
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| Für den Nobelpreisträger Prof. Werner Heisenberg baute er das Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik, das Werner-Heisenberg Institut für Physik in München-Freimann und er errichtete auch die Gebäude für die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer und der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. |
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| Max-Planck-Institut (Werner Heisenberg-Institut), München |
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Seine eleganten Wohnhäuser zählen zu den schönsten der modernen Architektur seiner Zeit. Sie zeigen sein Gefühl für schwebende Transparenz und seinen hohen Respekt für die Freiheit und Würde des Menschen. Er zog keine Grenzen zwischen elegantem Bungalow und sozialem Wohnungsbau, wenn es um das Recht des Menschen ging, hell und schön zu wohnen und die Sonne und die Natur in sein Leben miteinzubeziehen, wie es z.B. der Bau des Wohnhauses Theresienstraße in München zeigt. Durch den Bau des Hauses für Dr. Schwend war er früh ein Vertreter des Neuen Bauens geworden.
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| Wohnhaus Theresienstraße, München |
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| Wohnhaus Almrauschstraße, Grünwald bei München |
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| Haus Dr. Böhner, Ratingen |
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| Haus Dr. Ludwig Erhard, Gmund am Tegernsee |
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| Haus Dr. Karl Schwend, München |
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